Buddenbrookhaus Lübeck

Literatur als Ereignis

Mit dem Programm "Literatur als Ereignis" wählt das Buddenbrookhaus im Zuge seiner konzeptionellen Erneuerung bis 2018 eine Form der kulturellen Bildung und Vermittlung, die Schülerinnen und Schüler zur eigenständigen Auseinandersetzung mit den Texten der Familie Mann und deren Geschichte animiert. Besucher im Buddenbrookhaus / Foto: Olaf MalzahnDabei avanciert das "Ereignis" zum Schlüsselbegriff einer Museumspädagogik, die weniger Antworten als Anreize zu Fragen liefert und das an einem Ort, der nicht länger als reiner Wissensspeicher, sondern als Raum für Auseinandersetzung und Teilhabe funktioniert.

Die Commerzbank-Stiftung ermöglicht dieses Programm, das mit einer Lübecker Gemeinschaftsschule umgesetzt wird. Sie ist eingeladen, sich an der neuen Dauerausstellung für das Buddenbrookhaus unter dem Titel "Die Manns und wir" zu beteiligen. Dadurch sollen die jugendlichen Gestalter ebenso wie die jungen Besucher dazu animiert werden, sich selbst zum Leben und zum literarischen Werk der Familie Mann in ein Verhältnis zu setzen. Insofern bilden "Interaktion" und "Partizipation" die Säulen von "Literatur als Ereignis", da sich die Adressaten einerseits aktiv mit einzelnen Ausstellungsabschnitten beschäftigen und sich andererseits konkret an der Gestaltung der Ausstellung beteiligen. Dabei übernehmen die Jugendlichen genuin kuratorische Aufgaben. Ziel des Museums ist es, "Literatur als Ereignis" nicht allein als Projekt, sondern als nachhaltigen Bildungsauftrag zu verstehen, indem gemeinsam mit den jugendlichen Mit-Kuratoren eine Ausstellung geschaffen wird, die durch nachfolgende Schülergruppen unabhängig von der Neueröffnung des Museums 2018 verändert, erweitert und weiterentwickelt werden kann.

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