#nachgefragt

Hier sind die Interviews mit unserem Stiftungsteam: 

  • Klaus-Peter Müller Vorsitzender des Stiftungsrats und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank AG

Sie sind seit vielen Jahren gesellschaftlich engagiert. Was treibt Sie und welche Themen erscheinen Ihnen besonders relevant?

Eine Gesellschaft lebt vom ehrenamtlichen Engagement der Einzelnen. Hierbei ist meiner Meinung nach nicht so wichtig, wer auf welchen Feldern Tätig wird, als vielmehr die Bereitschaft, sich für unsere Gesellschaft also die Mitbürgerinnen & Mitbürger ehrenamtlich zu engagieren. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte haben sich die Themen und Bedürfnisse verändert. Kontinuierlich habe ich mich mit politischen und sozialen Themen sowie dem Umweltschutz beschäftigt.

Ihnen ist wichtig, dass sich die Commerzbank-Stiftung als Ermöglicherin versteht, ob in Kultur, Soziales oder Wissenschaft. Warum?

Die Commerzbank Stiftung arbeitet im besten Sinne des Wortes als „Anstifterin“. Wir helfen Projekten durch die meist schwierige Startphase und danach auch dabei eine breitere Basis an Unterstützern & Unterstützerinnen zu finden.

Was für eine Zukunft möchten Sie Ihren Enkelkindern und generell den jüngeren Generationen hinterlassen?

Eine intakte Welt, die sich ihrer wertvollen Ressourcen bewusst ist und mit der Umwelt achtsam und schonend umgeht.

  • Sabine Mlnarsky, stellv. Vorsitzende des Stiftungsrats und Personalvorständin Commerzbank AG

Warum ist es Ihnen wichtig, sich in die Commerzbank-Stiftung einzubringen?

Wir alle sind angehalten, uns für unsere Gesellschaft einzusetzen und uns für Demokratie, Chancengerechtigkeit und Teilhabe stark zu machen. Die Commerzbank-Stiftung macht dies seit vielen Jahren und ich bin stolz, Teil dieses vielfältigen Förderengagements zu sein. 

Was macht die Unternehmensstiftung so wertvoll für das gemeinnützige Engagement der Commerzbank?

Sich für Bildung zu engagieren, ist enorm wichtig. Denn die Aus- und Weiterbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen prägt unsere Gesellschaft und zahlt auf unsere Zukunft ein. Genau dafür leistet die Commerzbank-Stiftung einen nachhaltigen Beitrag. Die Commerzbank-Stiftung ist daher das Aushängeschild unseres gesellschaftlichen Engagements. 

Wie würden Sie die Arbeit der Stiftung beschreiben?

Ich erlebe die Stiftung als sehr agil, stets mit dem Ohr an den Menschen und Institutionen und immer lernbereit. Wertschätzung, Offenheit und transparente Strukturen stehen dabei im Vordergrund. Das schafft Vertrauen als Basis für ein Stiftungshandeln auf Augenhöhe.  

  • Prof. Dr. Birgit Mandel, Direktorin Institut für Kulturpolitik und Leitung des Bereichs Kulturmanagement und Kulturvermittlung an der Universität Hildesheim und Vizepräsidentin der Kulturpolitischen Gesellschaft

Sie sind Professorin für Kulturmanagement & -vermittlung sowie Leitung des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim. Worauf richten Sie in der Lehre einen besonderen Fokus?

Mir geht es in Lehre und Forschung vor allem um die Frage, wie kulturelle Teilhabe gestärkt werden kann. Sowohl im Sinne einer Teilhabe an gemeinschaftlichen kulturellen Gütern: aktuellen künstlerischen Produktionen und kulturellem Erbe, wie um Teilhabe im Sinne der Mitgestaltung des kulturellen Lebens und dem Einbringen eigener kultureller Perspektiven. Auf der Basis von theoretischen Ansätzen aus den Bereichen Kulturpolitik, Kulturver- mittlung, Kulturelle Bildung und Kulturmanagement sowie empirischen Studien entwickle ich mit Studierenden auch praktische Ansätze der Vermittlung, die ein diverses kulturelles Leben stimulieren und dazu beitragen können, dass sich Menschen über und mit Kunst und Kultur begegnen.

Was macht unseren ZukunftsGut-Preis für kulturelle Vermittlung gesellschaftsrelevant?

ZukunftsGut ist der erste Preis  in Deutschland, der nicht nur gelungene Projekte der Kulturvermittlung, sondern solche Kulturinstitutionen auszeichnet, die Vermittlung strukturell und abteilungsübergreifend verankert haben; Kultureinrichtungen, die Impulse aus der Kulturvermittlung aufgreifen, um ihre Arbeit zu erweitern und zu verändern in Programmen, Formaten, der Kommunikation, dem Personal und der internen Zusammenarbeit.

Wie könnte Kulturvermittlung in den nächsten 10 Jahren aussehen?

Kulturvermittlung könnte zum Motor werden für Transformationsprozesse der klassischen Kultureinrichtungen in Deutschland, damit diese auch in Zukunft relevant und damit erhalten bleiben. Kulturvermittlung wäre im Idealfall dann zu einer Arbeitsweise geworden, die integraler Bestandteil aller Arbeitsbereiche in Kultureinrichtungen ist: In der  künstlerischen Produktion in Dramaturgie, Kuration; der PR, der Gestaltung gastfreundlicher Servicebedingungen und vor allem in der Leitung von Einrichtungen würde immer die Frage im Vordergrund stehen, wie die Zugänglichkeit und Attraktivität für unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft erhöht werden kann.

  • Natalya Nepomnyashcha, Gründerin & Geschäftsführerin von Netzwerk Chancen, Berlin

Wie erreichen wir mehr Chancengleichheit in Deutschland?

Wir brauchen ein Bildungssystem, das Kinder von den ersten Lebensjahren an fördert und ihnen aufzeigt, wo ihre Stärken und Talente liegen. Wichtig ist auch, Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu helfen, diese Stärken und Talente zu entwickeln. Dafür brauchen wir wesentlich mehr interdisziplinäres Personal in Kitas und Schulen. Individuelle Förderung ist das A und O. Solange wir noch an diesem System arbeiten, müssen wir zivilgesellschaftliche Initiativen stärken, die genau hier ansetzen.

Was muss getan werden, um soziale Teilhabe zu ermöglichen?

Nicht alle Menschen in Deutschland haben gleiche Chancen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Manchen fehlen Finanzen, anderen Kontakte oder Informationen. Um ihnen Teilhabe zu ermöglichen, müssen sie genau das erhalten: finanzielle Mittel, ein Netzwerk und genügend Informationen.

Was hat Sie dazu bewogen, unserem Stiftungsrat beizutreten?

Ich komme selbst aus einem Hartz IV-Haushalt, musste sehr hart für meinen sozialen Aufstieg kämpfen und habe 2016 Netzwerk Chancen gegründet, um für Chancengleichheit in Deutschland zu kämpfen. Es ist großartig, dass die Stiftung verschiedenste Projekte aus dem sozialen Bereich fördert, die Chancen für unterprivilegierte Menschen bieten. Ich freue mich sehr darauf, als Mitglied des Stiftungsrats zum Erfolg dieser Projekte beitragen zu können.

Natalya Nepomnyashcha
  • Professor Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident Humboldt-Universität zu Berlin a. D.

Warum ist wissenschaftliche Nachwuchsförderung wichtig und wie sollte diese aussehen?

Weil die Alternative über kurz oder lang Stillstand bedeuten würde. Die Wissenschaft braucht immer neue Perspektiven, Infragestellungen des Hergebrachten und frische Ideen. Das Wort „Nachwuchsförderung“ klingt etwas paternalistisch. Gemeint ist aber, dass junge Kolleginnen und Kollegen ein Milieu vorfinden, in dem Ihnen Vertrauen entgegengebracht wird und wo sie Freiräume finden, sich ungehindert zu entfalten. Dazu gehört auch, ihren Lehrern widersprechen zu dürfen und andere Wege einzuschlagen. Ein akademischer Lehrer bzw. eine Lehrerin sollte dann zufrieden sein, wenn seine bzw. ihre Schülerinnen und Schüler über ihn bzw. sie hinauswachsen.

Welches Forschungsgebiet finden sie im Hinblick auf die Zukunft gerade für junge Forscher:innen spannend?

Da kann ich schwer eine Hierarchie aufmachen. Wissenschaft ist immer an der Zukunft interessiert. In den Naturwissenschaften dürften es Medizin und Biologie sein (denken wir an ihre Rolle in der Pandemie), aber auch der Umweltschutz und die Klimaentwicklung, in den Technikwissenschaften vor allem die Energiefrage, was wiederum ohne Physik nicht geht, und in den Geistes- bzw. Sozialwissenschaften der gesellschaftliche Zusammenhalt, also die sozialen Bindungskräfte von Kultur und Bildung.

Prof. Jan-Hendrik Olbertz
  • Christian Hassel, Bereichsvorstand Privat- und Unternehmerkunden Nord, Mitte & Ost Commerzbank AG

„Fördern schafft Zukunft“ – Woran machen Sie das fest?

Kreative, wertvolle und zukunftsträchtige Projekte scheitern zu häufig am finanziellen Rahmen. Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen tolle Ideen haben und viel Leidenschaft und Energie darauf verwenden, Konzepte für eine bessere Zukunft zu entwickeln. Gerade bei kleineren Vereinen, aber auch bei etablierten Einrichtungen, die neue Wege gehen wollen, ist es so, dass die finanziellen Mittel fehlen, um diese Ideen auch Wirklichkeit werden zu lassen. Wir sind uns dieser Situation bewusst und fördern genau deshalb genau diese Projekte, die für unsere Gesellschaft zukunftsweisend sein können. Damit zeigen wir: „Fördern schafft Zukunft!“  

An welchen Punkten macht sich der aktuelle gesellschaftliche Wandel in Ihrem Leben besonders bemerkbar?

In den letzten beiden Jahren waren wir alle gezwungen, uns und unsere Arbeits- und Lebensgewohnheiten in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit zu verändern. Dieser Wandel macht sich in allen Lebensbereichen bemerkbar: im Homeoffice, in der Wahl der Kommunikationsformate, in unserem geänderten Einkaufsverhalten und ja, auch in der Wahl der Verkehrsmittel, z.B. durch Sharing-Modelle, die mittlerweile in allen Bereichen des Alltags zu finden sind. Auf den Punkt gebracht, zeigt sich der Wandel in Digitalisierung, Dekarbonisierung, Nachhaltigkeit und im Leben jenseits der großen Ballungszentren.

Welches ist Ihr von der Stiftung gefördertes Lieblingsprojekt?

Die Stiftung fördert unglaublich viele großartige Projekte. Mein absolutes 'Lieblingsprojekt' ist jedoch die Juniorprofessur an der Humboldt-Universität mit dem Schwerpunkt „Digitales Wissensmanagement in Studium und Lehre an der Hochschule“. In diesem Projekt werden die Potenziale, Chancen und Risiken für die Bildung erforscht, die wir mit einer zunehmenden Digitalisierung erschließen können.

Stiftungsratsmitglied Christian Hassel
  • Doris Schwerdtfeger, ehemalige leitende Mitarbeiterin der Commerzbank AG

Sie begleiten die Stiftung schon viele Jahre lang. Wie hat sich die Commerzbank-Stiftung über die Zeit hinweg verändert?

In den mehr als zehn Jahren, die ich die Stiftung begleite, hat sie deutlich an Bekanntheit gewonnen und ihr Profil geschärft. Früher wurden in erster Linie Institutionen aus Wissenschaft, Kultur und dem sozialen Bereich mit allgemeinen Zuwendungen bedacht, heute werden zukunftsweisende, zur Förderstrategie passende Projekte unterstützt. Der Dialog mit den Förderpartner:innen wird über die Laufzeit der Projekte intensiv gepflegt. Auffällig ist die Veränderung auch im kommunikativen Bereich, heute wird aktiv auf vielen Kanälen mit den unterschiedlichsten Zielgruppen kommuniziert. Ich freue mich sehr über diese Entwicklung!

Wir befinden uns in einem gesellschaftlichen Wandel. Wie erleben Sie das, braucht es in Deutschland mehr innovative Veränderungen?

Eindeutig: Ja! Gerade die Krisen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass in Deutschland viel zu tun ist, sei es bei der Bildung, der Digitalisierung oder dem Umweltschutz. Wir haben Nachholbedarf!

Was sollte dafür getan werden, um mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt zu generieren?

Die Menschen aus den unterschiedlichen Gruppen der Gesellschaft müssen mehr voneinander erfahren und mehr miteinander kommunizieren. Dadurch entsteht Verständnis für die Situation der anderen, Vorurteile werden abgebaut. Und ganz grundsätzlich: Wir brauchen mehr Chancengleichheit in unserem Land. Hier ist noch viel zu tun.

Engagieren Sie sich privat im sozialen Bereich?

Ja, ich bin im Kirchenvorstand meiner Gemeinde tätig. Wir betreiben ein Restaurant für bedürftige Menschen, das seit 30 Jahren eine wichtige Begegnungsstätte im Viertel ist.

Doris Schwerdtfeger, ehem. leitende Mitarbeiterin Commerzbank AG
  • Vorständin: Astrid Kießling-Taşkın (Förderbereich Kultur & Vorstandsmitglied Frankfurter Stiftungen)

Sie verfolgen einen sehr offenen und kommunikativen Ansatz. Inwiefern macht das die Stiftung aus?

Wir wollen eine Kultur der Transparenz und Offenheit leben, im Team und mit unseren Förderpartner:innen. Dabei setzen wir sehr stark auf den niedrigschwelligen Austausch, gerade wenn es zum Beispiel um neue Förderthemen oder Projektanträge geht. Hier bieten wir immer an, uns einfach erst einmal telefonisch zu kontaktieren, bevor endlos viel Energie in vielseitige Förderanträge gesteckt wird. Oft zeigt sich, dass im persönlichen Gespräch schon viele Fragen geklärt werden können.

Was haben Sie persönlich als Vorständin in die Stiftung eingebracht?

Mir war es von Beginn an wichtig, die Stiftung voran zu bringen und stark für die Zukunft zu machen. Dazu haben wir in unserem Stiftungsteam intensiv an der Förderstrategie gearbeitet und tun das im Sinne eines lernenden Prozesses bis heute. Gleichzeitig haben wir uns Gedanken darüber gemacht, welche Werte unser Stiftungshandeln bestimmen und diese auch formuliert. Und nicht zuletzt ist die Vernetzung nach außen wichtig. Dafür begeben wir uns täglich auf unser Social Media-Abenteuer, ob auf Twitter, Instagram oder, ganz neu, LinkedIn.  

Wie fördert die Stiftung Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung?

Wir achten bei all unseren Förderprojekten darauf, dass sie eine möglichst nachhaltige Wirkung entfalten. Allerdings gibt es hierfür keine feste Größe oder Definition, sondern es ist immer abhängig von den Ressourcen oder dem Umfeld der geförderten Einrichtungen, genauso wie von den jeweiligen Zielgruppen und der strategischen Einbindung des Projekts. Gerade bei letzterer spielen digitale Ansätze eine immer stärkere Rolle. So ermöglichen wir aktuell diverse Programme und Konzepte zu digitalen Vermittlungsstrategien im Kulturbereich. Zum Beispiel begleiten wir im Frankfurter Städel Museum über drei Jahre die Entwicklung einer Gaming-App, mit der die Besucherinnen die Sammlung ganz neu erkunden können.

Interview: 100 Tage im Amt als Vorständin der Commerzbank-Stiftung

  • Birgit Neff, Vorständin Commerzbank-Stiftung (Fachbereich Soziales & Wissenschaft)

Sie sind jetzt seit 100 Tagen im Amt. Welche ersten Eindrücke haben Sie in dieser Zeit besonders geprägt?

Die ersten 100 Tage waren für mich vor allem eine Zeit des Zuhörens und Kennenlernens. Ich habe viele Gespräche mit unseren Förderpartnern, sozialen Organisationen und Kolleginnen und Kollegen geführt. Dabei ist mir noch einmal bewusst geworden, wie groß die Hebelwirkung einer Stiftung sein kann. Oft geht es nicht nur darum, Projekte finanziell zu unterstützen, sondern Menschen zusammenzubringen, neue Ideen anzustoßen und Entwicklungen langfristig zu begleiten. Genau darin sehe ich unsere Rolle: Wir wollen Wirkung ermöglichen – nicht nur Förderung leisten.

Persönlich habe ich in diesen ersten Monaten gelernt, wie wichtig es ist, neugierig zu sein und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen. Das macht Entscheidungen besser und schafft Vertrauen.

Was begeistert Sie persönlich an Ihrer Aufgabe als Verantwortliche für die Förderbereiche Soziales und Wissenschaft?

Mich reizt vor allem die Vielfalt dieser Aufgabe. Beide Förderbereiche bieten die Möglichkeit, Entwicklungen anzustoßen, die langfristig Wirkung entfalten. Dabei geht es immer darum Projekte zu fördern, die einen echten Mehrwert schaffen. Im Förderbereich Soziales beeindruckt mich besonders das große Engagement der Menschen und Organisationen, die mit viel Einsatz konkrete Verbesserungen für andere erreichen. Im Förderbereich Wissenschaft fasziniert mich die Offenheit für neue Erkenntnisse und innovative Ansätze, die helfen können, die Herausforderungen von morgen zu bewältigen. 

Wenn Sie auf die nächsten Jahre blicken – woran möchten Sie sich messen lassen?

Ich wünsche mir, dass wir sagen können: Unsere Förderung hat nachhaltig etwas bewegt. Nicht unbedingt, weil wir die meisten Projekte unterstützt haben, sondern weil wir die richtigen Impulse gesetzt und vertrauensvolle Partnerschaften aufgebaut haben.

Mir ist wichtig, dass die Stiftung als verlässlicher, offener und mutiger Partner wahrgenommen wird – jemand, der zuhört, neue Wege ermöglicht und auch bereit ist, innovative Ansätze zu fördern. Gesellschaftliche Herausforderungen werden komplexer; deshalb brauchen wir Zusammenarbeit, Offenheit und den Mut, Neues auszuprobieren.

Ganz persönlich möchte ich, dass Menschen, die mit unserer Stiftung zusammenarbeiten, das Gefühl haben: Hier begegnet man sich auf Augenhöhe. Denn nachhaltige Wirkung entsteht aus meiner Erfahrung immer dort, wo Vertrauen, Respekt und gemeinsame Ziele zusammenkommen.

  • Funda Altuner, Spezialistin Stiftungen Commerzbank AG

Sie sind bei der Stiftung für das Thema „Governance“ zuständig. Aber was heißt das genau?

In unserer Stiftungsarbeit ist Governance ein wichtiges Themenfeld.  Die Satzung schreibt das Handeln der Stiftung vor. Um eine transparente Offenlegung und Darstellung unserer Arbeit gegenüber den Aufsichtsbehörden nachzuweisen, halten wir uns an festgelegte Richtlinien. Wir haben interne Prozesse zur Erfüllung dieser Vorgaben definiert, die für die Transparenz und das Controlling zwingend erforderlich sind. Dazu gehört zum Beispiel ein detaillierter Wirtschaftsplan, der über die Jahre fortgeschrieben wird und eine vorausschauende Planung der Mittel erlaubt.

In Ihren Aufgabenbereich fällt auch die Betreuung unserer Stiftungs-Website, also unserer Außenpräsenz. Worauf müssen Sie hierbei besonders achten?

Auf unserer Stiftungs-Website halten wir uns an die Grundsätze unserer Stiftungsarbeit. Wir geben einen Einblick in die Förderthemen und informieren die interessierte Öffentlichkeit. Dies tun wir auch parallel über unsere Social-Media-Kanäle. Dabei ist uns wichtig, dass wir stets aktuell sind und unsere Seite entsprechend gestaltet ist. Denn wir verzichten ganz bewusst und im Sinne der Nachhaltigkeit auf Drucksachen. Eine moderne und zeitgemäße Darstellung sowie ein schlüssiges Farbkonzept sind hier wichtige Punkte.  

Was bedeutet es Ihnen persönlich für eine Stiftung zu arbeiten?

Mich begeistert die Themenvielfalt in der Stiftungsarbeit. Von der Projektunterstützung bis hin zu Governance und Compliance ist ein breit gefächertes Arbeitsspektrum gegeben. Da wir ein sehr kleines Team sind, können Abstimmungen auf kurzem Weg realisiert werden.  In einem Unternehmen zu arbeiten und zu wissen, dass hier gesellschaftliches Engagement gewertschätzt wird, ist eine schöne Sache!