Wissenschaftliches Projekt

Unerprobte Räume

Universität Stuttgart, Institut für Raumkonzeptionen und Grundlagen des Entwerfens (IRGE), Fakultät für Architektur und Stadtplanung in Kooperation mit dem Festspielhaus Baden-Baden gGmbH

Das Projekt „Unerprobte Räume“ erschließt neue Wege für kulturelle Teilhabe durch innovative architektonische Konzepte, die Forschung, Lehre und kulturelle Praxis miteinander verbinden. Ziel ist es, einen flexiblen Kulturraum zu entwickeln, der insbesondere junge Erwachsene aktiv einbindet und niedrigschwellige Zugänge zu Kunst, Musik und Oper ermöglicht. 

Architektonische Innovation für neue Begegnungen
Gemeinsam mit Studierenden sollen ressourcenschonende, modulare Bau- und Raumstrukturen entstehen, die interaktive Formate, Workshops und Begegnungen fördern. Ziel ist, die öffentliche Wahrnehmung des Festspielhauses Baden-Baden zu erweitern – als offenen Experimentierraum, der Räume für Dialog und Inspiration bietet.

Verknüpfung von Forschung, Kultur und Gesellschaft
Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Universität, Kultureinrichtung und Stadtgesellschaft schlägt das Projekt eine praxisorientierte Brücke zwischen Architektur, Kultur und wissenschaftlicher Entwicklung. Nachhaltigkeit steht dabei im Vordergrund: Die entwickelten Strukturen sind wieder verwendbar und adaptiv einsetzbar und setzen Impulse für zirkuläres Bauen im kulturellen Kontext.

Förderung kultureller Teilhabe
Ein zentraler Mehrwert liegt in der partizipativen Architektur, die Barrieren abbaut und neue Zielgruppen anspricht. Junge Erwachsene im Alter von 18 bis 35 Jahren sowie bislang unterrepräsentierte Publikumsgruppen stehen im Fokus. Darüber hinaus wird die Stadtgesellschaft ebenso wie Studierende der Architektur, Künstler*innen und interessierte Fachöffentlichkeit aktiv eingebunden.

Umsetzung und Verknüpfung mit dem „Takeover Festival“
Das Projekt umfasst Workshops, Entwurfsphasen, Prototyping, Bau und Rückbau der Strukturen, begleitet durch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung. Ein besonderes Highlight ist die Verbindung mit dem jährlich stattfindenden „Takeover Festival“ im Festspielhaus Baden-Baden, das den entwickelten Kulturraum unmittelbar erlebbar macht.

Wissenschaftliche Begleitung und Öffentlichkeitsarbeit
Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Projekts werden kontinuierlich dokumentiert und zielgruppenspezifisch kommuniziert. Reflexionsberichte, Lehr- und Lernfeedback sowie Projektdokumentationen bilden die Indikatoren für die Zielerreichung. Darüber hinaus entstehen praxisnahe Dokumentationen (lessons learned), die eine nachhaltige Entwurfspraxis fördern und zukunftsfähige Ansätze für den Kultursektor liefern.

„Unerprobte Räume“ zeigt, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit und architektonische Interventionen Kultur, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe nachhaltig miteinander verbinden können.

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